Herausforderung: Regional und GLobal

Unsere gewachsenen und wachsenden Städte, Metropolregionen und Megacities stehen weltweit vor der Herausforderung, ökonomisch sinnvolle und ökologisch nachhaltige Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen zu schaffen.

Weltweit haben sich während der vergangenen Jahrzehnte die Lebensstile und Produktionsmethoden verändert. Bei der Entsorgung von Abwässern sind hiervon die überwiegend im 19. Jahrhundert ent­ standenen Misch- und die später erbauten Trennkanalisationen betroffen, die den technischen und hygienischen Ansprüchen nicht mehr genügen.

Bei starken Regenfällen fließen Abwässer aus Haushalten, von Straßen und Gewerbe in Berlin, New York oder London, Budapest, Paris und vielen anderen Städten in Flüsse, Seen und Meere. Die offensichtlichen Auswirkungen sind Fischsterben und Badeverbote, die Gefährdung der Trinkwasservorräte und die dauerhafte Belastung der Gewässer mit Schwermetallen.

Zur Reduktion dieser Effekte und zur Entlastung der Kanalsysteme werden im gegenwärtigen Abwassermanagement vor allem unterirdisch gelegene Betonzwischenspeicher – Regenbecken – eingesetzt. Diese Becken verursachen lange Planungs- und Bauzeiten und stellen auf Grund der hohen Kosten und der Korrosionsanfälligkeit eine enorme Belastung für die Kommunen dar.